Modul B – Grundlagen zur TrainingskompetenzAbschnitt 2 – MobilitätskompetenzFrage 6
Welche körperlichen Fähigkeiten müssen sich bei Kindern erst entwickeln, um Risiken im Verkehr einschätzen zu können?
Blickfeld: Die Augen eines Kindes liegen tiefer im Schädel und ihr Gesichtsfeld ist daher kleiner. Erst mit ungefähr zwölf Jahren ist der Blickwinkel von Kindern gleich groß wie der von Erwachsenen. Bis dahin können Kinder seitlich gelegene Dinge schwerer wahrnehmen. Kinder sehen allein aufgrund ihrer Größe andere Dinge als Erwachsene. Sie haben weniger Überblick über die Situation. Hindernisse, über die Erwachsene bequem hinwegsehen können, kann Kindern völlig die Sicht nehmen. - Lokalisierung von Geräuschen: Bis zum Alter von sechs Jahren tun sich Kinder schwer, Geräusche richtig zu orten. - Einschätzung von Entfernungen: Dafür ist eine Tiefenschärfewahrnehmung nötig, diese ist erst mit neun Jahren vollständig ausgebildet. - Einschätzung von Geschwindigkeiten: Geschwindigkeiten beurteilen können Kinder ab circa zehn Jahren. Dies ist umso schwieriger, wenn es sich um die Einschätzung der Relativgeschwindigkeit handelt, sich also beide Verkehrsteilnehmer:innen in Bewegung befinden.
Chaloupka-Risser, C; Risser, R & Zuzan, W (2011): Verkehrspsychologie, Wien: Facultas, 71f & 140f.